Wie Social Media konkret mit Vertrieb verzahnt wird
Social Media erzeugt Aufmerksamkeit.
Vertrieb soll Abschlüsse erzeugen.
Dazwischen liegt in vielen Unternehmen eine große Lücke. Marketing produziert Content, der Vertrieb telefoniert, mailt, fährt auf Messen – und beide Seiten haben das Gefühl, dass die jeweils andere „nicht richtig mitzieht“.
Wir erleben das regelmäßig: Social Media läuft, es wird gepostet, kommentiert, geliked. Gleichzeitig sagt der Vertrieb, dass davon „nichts ankommt“. Und das Marketing fragt sich, warum der Vertrieb die Inhalte nicht nutzt.
Das Problem ist selten der Kanal.
Das Problem ist, dass Social Media in vielen Unternehmen nicht als Teil des Vertriebsprozesses gedacht wird, sondern als parallele Marketingmaßnahme.
Warum Social Media und Vertrieb oft aneinander vorbeiarbeiten
In klassischen Organisationsstrukturen ist Social Media im Marketing verankert. Vertrieb kommt später ins Spiel – wenn Leads „übergeben“ werden. Inhalte entstehen dadurch häufig ohne klares Verständnis dafür, wo sie im Verkaufsprozess wirken sollen.
Typische Muster:
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Marketing misst Reichweite, Vertrieb misst Abschlüsse
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Content erklärt Produkte, aber keine Kaufentscheidungen
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Vertriebsmitarbeiter kennen die Inhalte nicht oder halten sie für „zu weich“
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Social Media läuft isoliert neben dem Tagesgeschäft
Das Ergebnis: Social Media ist sichtbar – aber für den Vertrieb kaum nutzbar.
Social Media ist kein Vertrieb – aber ein entscheidender Teil davon
Social Media ersetzt keinen Vertrieb.
Aber es beeinflusst Entscheidungen lange, bevor ein Angebot angefordert wird.
Gerade im B2B-, Industrie- und Dienstleistungsumfeld informieren sich potenzielle Kund:innen heute:
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bevor sie Kontakt aufnehmen
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bevor sie Preise vergleichen
-
bevor sie Gespräche führen
Social Media ist dabei oft der erste Ort, an dem:
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Kompetenz sichtbar wird
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Vertrauen entsteht
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Haltung erkennbar wird
-
komplexe Themen eingeordnet werden
Wenn Social Media hier beliebig bleibt, erschwert es dem Vertrieb die Arbeit, statt sie zu unterstützen.
Welche Rolle Social Media im Vertriebsprozess wirklich spielt
Richtig eingesetzt übernimmt Social Media mehrere konkrete Funktionen:
1. Vorqualifizierung
Gute Inhalte sorgen dafür, dass sich die richtigen Menschen angesprochen fühlen – und andere abspringen.
Das spart dem Vertrieb Zeit und erklärt bereits vorab, für wen ein Angebot sinnvoll ist.
2. Vertrauensaufbau
Menschen kaufen keine Produkte, sondern Sicherheit. Social Media zeigt:
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wie ein Unternehmen denkt
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wie es arbeitet
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wie Probleme gelöst werden
Das schafft Gesprächsgrundlagen, bevor überhaupt gesprochen wird.
3. Erklärung komplexer Leistungen
Gerade erklärungsbedürftige Produkte profitieren von Social Content, der:
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Prozesse zeigt
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Zusammenhänge erklärt
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Anwendungsfälle greifbar macht
4. Vorbereitung von Gesprächen
Viele Erstgespräche finden heute auf einer anderen Ebene statt, weil Inhalte bereits bekannt sind – bewusst oder unbewusst.
Snippets entscheiden nicht über Inhalt – sondern über Aufmerksamkeit
Snippets sind selten der Ort für Tiefe.
Aber fast immer der Ort für Entscheidungen.
Ein Snippet entscheidet, ob jemand bereit ist:
weiterzuschauen,
nachzufragen,
oder sich später an eine Marke zu erinnern.
Wer Snippets nur „mitnimmt“, verschenkt Wirkung.
Wer sie bewusst denkt, steuert Aufmerksamkeit.
Welche Inhalte den Vertrieb wirklich unterstützen
Nicht jeder Content hilft dem Vertrieb. Relevante Inhalte sind vor allem solche, die Kaufentscheidungen vorbereiten:
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Kundenstimmen mit konkreten Herausforderungen
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Anwendungsbeispiele statt Produktfeatures
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Einblicke in Abläufe und Denkweisen
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Inhalte, die typische Einwände vorwegnehmen
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Vergleiche, Einordnung und klare Positionierung
Solche Inhalte reduzieren Erklärungsaufwand und machen Gespräche fokussierter.
Welche Inhalte den Vertrieb eher ausbremsen
Wir sehen häufig Content, der gut aussieht, aber keinen Beitrag leistet:
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generische Imageposts
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austauschbare Zitate
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Inhalte ohne klaren Adressaten
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Beiträge, die niemand im Vertrieb nutzen würde
Diese Inhalte erzeugen vielleicht Aktivität – aber keine Entscheidungsgrundlage.
Warum der Vertrieb Social Media aktiv nutzen sollte
Social Media ist kein Marketing-Spielzeug. Richtig genutzt kann es:
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als Gesprächseinstieg dienen
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Kontakte aufwärmen
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Argumente liefern
-
Vertrauen festigen
Voraussetzung ist, dass Inhalte verständlich, aktuell und anschlussfähig sind – und nicht nur für den Feed produziert werden.
Die größte Hürde: fehlende Abstimmung
In vielen Unternehmen fehlt nicht der Content, sondern die Struktur:
-
Marketing produziert ohne Vertriebsinput
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Vertrieb bekommt Inhalte ohne Kontext
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Niemand definiert klar, welche Inhalte wofür gedacht sind
Ohne diese Klarheit bleibt Social Media ein Nebenschauplatz.
Wie echte Verzahnung entsteht
In der Praxis funktioniert es dann, wenn:
-
Vertriebsfragen systematisch gesammelt werden
-
Content gezielt darauf aufbaut
-
Inhalte aktiv im Vertrieb genutzt werden
-
Social Media als Teil des Gesamtprozesses gedacht wird
Das ist keine Frage von Tools, sondern von Haltung und Zusammenarbeit.
Fazit
Social Media ist kein Ersatz für Vertrieb – aber ein wirkungsvoller Hebel.
Es bereitet Entscheidungen vor, schafft Vertrauen und entlastet Gespräche.
Unternehmen, die Social Media isoliert betrachten, verschenken Potenzial.
Unternehmen, die es in den Vertriebsprozess integrieren, gewinnen Klarheit, Qualität und bessere Abschlüsse.
Warum Löffler hier der richtige Partner ist
Wir denken Social Media nicht als Kanal, sondern als Teil von Kommunikation, Marketing und Vertrieb.
Unsere Erfahrung aus Industrie- und B2B-Projekten zeigt: Inhalte wirken dann, wenn sie strategisch eingebettet sind.
Wir helfen dabei:
-
vertriebsrelevante Inhalte zu identifizieren
-
Content sinnvoll aufzubauen
-
Marketing und Vertrieb zusammenzubringen
-
Social Media messbar wirksam zu machen
Nicht lauter.
Nicht häufiger.
Sondern wirksamer.
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